Der „Hut“ macht Mannheim Mut!

11
Apr
2017

Das Chaplin  schickt sich an, der leidenden Clubkultur der Quadratestadt neues Leben einzuhauchen – und ist definitiv einen Blick wert!

Chaplin? Wo soll das denn sein?“ höre ich die Frage – und wenn man dann als Erklärung nachschiebt „Na da wo das Buddha Baby war.„, erntet man endgültig ahnungslose Blicke. Zu Recht, denn der neue Club „Chaplin“ betritt im Prinzip gänzlich neues Terrain. In N7,10 beheimatet hat das Kelleretablissement eine ebenso zweifelhafte wie erfolglose Geschichte hinter sich: Diamonds77 und Cage Club waren eher dubiose Adressen, das Buddha Baby ist trotz ansprechender Optik nie aus den Startlöchern gekommen  – doch jetzt könnte endlich alles anders werden.

Das „Chaplin“ kommt frisch und unverbraucht des Weges, und hat am vergangenen Eröffnungswochenende gleich mal eine Duftmarke gesetzt. Zwei Abende wurde das offizielle Opening gefeiert, und das mit richtig Zunder. Dabei bringt der neue Club reichlich rückwärts gewandten Zeitgeist mit: der Name ist Programm, die Melone des begnadeten und meist wortstummen Komikers ist zentrales Element, dass sich bis zu den Köpfen der Barkeeper vielerorts wiederfindet – auch im Logo (und erinnert so entfernt an das unweit gelegene Tiffany). Innen dominieren warmes Licht, Holz und Retroelemente. Unzählige alte Radios wurden als Wanddekoration verwendet – eines der Highlights des neuen Clubs neben den großen, beleuchteten Buchstaben über der DJ-Theke. Das „Chaplin“ macht einen freundlichen, gemütlichen Eindruck und legt auch Wert auf diese Gemütslage – will es doch das Vakuum füllen, dass durch das Verschwinden von „Suite“, „Zapatto“ & „Katakomben“ entstanden ist. Entspanntes Feiern ohne nervige Türpolitik, überteuerte Getränke und achso pseudohippe Musik – darum soll es gehen, und in der Tat bietet Mannheim da recht wenig.

Da wundert es nicht, dass der neue, dauerhafte „Sweet Friday“ namentlich nicht ganz ungewollt an die guten, alten Zeiten hinter dem Bahnhof erinnert, und auch sonst möchte man sich keiner allzu steifen Etikette verschreiben. Der Eintritt lag am Eröffnungswochenende mit 5,00 Euro genauso unter dem hiesigen Clubniveau wie die Getränkepreise – 6,00 Euro einen Longdrink sind vergleichsweise günstig. So dürfte sich das „Chaplin“ als Partylocation ohne Attitüden in der Zielgruppe 20-35 schnell einen Namen machen.
Viel Lob gab es von den Gästen vor Ort, unter denen auch viele waren, die von der Clublandschaft der Quadratestadt zuletzt eher abgetörnt waren. Ob das „Chaplin“ diesen Ansprüchen gerecht werden kann, wird die Zeit zeigen. Frischer Wind schadet auf jeden Fall nicht, und im Vergleich zu den Vorgängerclubs an Ort und Stelle hat man dieses Mal die Hausaufgaben gemacht und einen gelungenen Start hingelegt.
Da half es sicher, dass die Macher einiges an Erfahrung im Event- und Gastronomiebereich mitbringen: Schneckenhof, Kiets König, Schlossfest, Parties, OEG Citybeach – alle diese Expertise bündelt sich nun im „Chaplin“. Man darf also gespannt sein, was so kommt! Und einiges steht ja schon fest: noch im April stehen dort „Laserkraft 3D“ an den Reglern (22.04.).

Und auch wir wollen Euch Mannheims neues Nightlife-Kleinod näher bringen und laden Euch deshalb am Ostersonntag zu einem Kennenlernen der besonderen Art ein: „We love MANNHEIMAT“.
Nach Erledigung der familiären Pflichten lädt das „Chaplin“ zum Kennenlernen ein, und wir machen ein rundes Paket draus. So warten auf alle Gäste kostenlose Mannheimat-Poster, Postkarten und Aufkleber, und auch der Eintrittspreis bleibt bei den schlanken 5,00 Euro.
Musikalisch, und das mag der Wehrmutstropfen sein, steht der Autor dieses Blogs selbst an den Decks, der seine besten Jahre als „pd m@x“ in Zapatto und Katakomben verbrachte und einen bunten Ostermix aus 90ern, 2000ern, Club- und Partymusik aus den Boxen leiert.

Spaß beiseite – es tut Mannheim gut, dass frischer Wind in die angestaubte Clublandschaft kommt. Und das „Chaplin“ bringt alles mit, um erfolgreich zu sein. Ein gemütlicher Laden, lockerer Umgang, faire Preise und ein abwechslungsreiches Programm. Schaut selbst rein und macht Euch einen Eindruck – das lohnt sich auf jeden Fall!

 

RELEVANTE LINKS

Facebookseite des „Chaplin“

Don’t miss: WE LOVE MANNHEIMAT  // Ostersonntag im „Chaplin“ // präsentiert von Mannheimat

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