Mannheims Corona-Chroniken

07
Mai
2020

COVID CHRONICLES – so nennen die Jungs der Mannheimer Filmagentur skope Ihre mehrteilige Dokumentation über die Auswirkungen von Corona auf verschiedene Bereiche der Quadratestadt.

Arthur, Julian und Ali ging es Anfang März mit ihrer jungen Unternehmung wie vielen anderen auch: quasi über Nacht waren die meisten Aufträge weg und vor allem eins hatte man plötzlich: Zeit. Zeit für Projekte und Zeit zum Nachdenken.
Sicher nicht immer kommt dabei Lohnenswertes dabei raus – im Fall der Jungs von skope aber ohne jeden Zweifel.
Sie fassten den Entschluss, diese beispiellosen Zeiten auf ihre Art und mit ihren Mitteln zu dokumentieren.
So entstanden die COVID CHRONICLES MANNHEIM. Das sind bisher fünf Interviews mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der Stadtgesellschaft. Wie viele Folgen es noch geben wird, ist offen:
„Die Serie ist erst einmal open end…COVID 19 wird uns noch lange beschäftigen – als dauernder Begleiter vielleicht, aber auf jeden Fall als Game Changer“ so Ali zu den Plänen.

Mit dem Konzept stieß man auf offene Ohren, und so geben schon die ersten fünf Interviews einen Überblick mit beachtlicher Bandbreite. Dr. Matthias Rauch blickt „kultureller Stadtentwickler“ aus der Vogelperspektive auf die jähen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Kulturbranche, während Abian Hamann als einer der Inhaber des Hagestolz das Feld der Gastronomie beleuchtet, gepaart mit nachdenklichen Worten zu den Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaft. Und auch Pfarrerin Ilka Sobottke, vielen vielleicht bekannt als Sprecherin des Worts zum Sonntag in der ARD, hat einen sehenswerten Blick auf die aktuellen Entwicklungen und die Rolle der Kirche darin.
In den weiteren Folgen kommen mit Rainer Bade als Leiter einer integrierten Gesamtschule und Maria Pentschev, Gründerin des Socken-Start Ups „Von Jungfeld“, Vertreter ebenfalls maßgeblich von den Einschränkungen betroffener Bereiche zu Wort: dem Bildungswesen und dem Einzelhandel.

Und so geben die fünf Interviews einen Blick frei hinter derzeit meist geschlossene Türen von Kulturbetrieben, Restaurants, Shops oder Schulen – und in das Seelenleben der dort Tätigen, die ihre Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken wortgewandt und erfrischend offen zum Besten geben.
Die Serie überzeugt dabei auch durch ihre ruhige Machart. Die Interviewsituation mit Abstand ist dabei genauso „Zeitgeist“ wie die Zwischenszenen weitestgehend stillgelegten Stadtlebens. In Kombination mit einem neutralen Look und der fast andächtigen, sonoren Interviewführung entstanden so intensive Gespräche, die die allgegenwärtige, unfreiwillige Entschleunigung unseres Lebens der vergangenen Wochen wunderbar einfangen und zum Grundton der Serie machen.

Absolut sehenswert – Film ab!

 

 

 

 

 

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