Endlich: Foodora liefert die Lösung

05
Nov
2016

Der Lieferdienst Foodora liefert nun auch in Mannheim. Und macht einiges anders. Ein Test.

Foodora hat in Mannheim den „Betrieb“ aufgenommen. Ein weiterer Lieferservice, der lauwarmes Essen an die Haustür bringt. Na und? So ist es nicht. Man wird dem Start Up aus München nicht gerecht, wenn man es mit den bekannten Services von Lieferheld & Co. vergleicht – denn Foodora ist anders, und allein deswegen Beachtung wert.
Denn während die Konkurrenz schlicht und ergreifend die Plattform anbietet, auf der jeder Essen anbieten und selbst zum Kunden liefern kann, hält Foodora die Fäden selbst in der Hand, um so die Qualität und die schnelle Lieferung garantieren zu können. Wie oft habe immer wieder andere Lieferdienste getestet, und nie das Richtige gefunden. Kein Wunder, denn meist bieten Restaurants mit Anspruch einfach keinen eigenen Lieferservice an, die Abholung vor Ort ist da das Höchste der Gefühle. Und genau diese Lücke schließt Foodora nun endlich auch in Mannheim. In anderen Städten ist der Service schon eine Weile verfügbar.

Schon der erste Blick auf die ansprechend gestaltete Webseite zeigt, was den Unterschied ausmacht: im Innenstadtbereich hat man schon jetzt reichlich Auswahl.
MoschMosch, Die Kuh die lacht, Coa, House of India, Sushi Circle, Wittkopp, Glück & Verstand, Ristorante Augusta, Koeripike, Keleni, The East – die Liste der Restaurants macht Spaß, auch wenn zum Start noch eine anspruchsvolle Pizzeria fehlt. Sowas wie die L’Osteria Limoni wäre ein Traum. Doch schon jetzt macht das Angebot Schluss mit all dem Einheitsbrei bisheriger Lieferdienste. Damit das so bleibt, müssen die Restaurants bei Foodora eine fünfstufige Bewerbungsprozedur überstehen. So sollen nur die besten Restaurants einer Stadt in der Auswahl zu finden sein. Das Essen liefert dann das Team von Foodora selbst. Hierfür steht in den jeweiligen Städten eine Armada an Radkurieren in auffällig pinken Jacken bereit, oft Studenten, die sich in den Abendstunden so ein paar Euro extra verdienen.
So will das Unternehmen gewährleisten, das Essen auch schnell zum Kunden zu bringen. Klar, der Service hat seinen Preis: denn bei jeder Bestellung berechnet Foodora 3,50 Euro Liefergebühr, unabhängig vom Bestellwert.

Doch grau ist alle Theorie, wie klappt das in der Praxis?
Mittwochabend, Champions League und draußen kalt. Ideale Testbedingungen also. Also die App gestartet, das Angebot durchstöbert und sich für das „House od India“ entschieden. 35 Minuten Lieferzeit werden dort ausgewiesen, und die Wahl fällt auf „Tandoori Lamb Tikka Masala“ mit „Green Chili Garlic Nan“. Kostenpunkt der Bestellung inklusive Liefergebühr: knapp 25 Euro, die man wahlweise per Kreditkarte, Paypal oder Sofortüberweisung zahlen kann. Barzahlung bei Lieferung ist nicht vorgesehen, macht aber auch verwaltungstechnisch keinen Sinn, denn dann müsste Foodora ja in jeder Stadt auch noch die Abrechnung dezentral managen. Hallo neue Welt.

img_0833

Dann läuft der Bestellprozess an, den ich jederzeit in einem Stufenmodell und eine interaktiven Karte verfolgen kann. Mittlerweile hat auch der BVB sein zähes Spiel gegen Lissabon aufgenommen, und so schwankt der Blick zwischen dem Bestellstatus und dem Geschehen auf dem grünen Rasen hin und her. Nach 25 Minuten informiert mich die App, das sich der Kurier mit dem Rad auf den Weg zu mir gemacht hat, und tatsächlich: nach 31 Minuten (also sogar vier Minuten vor der Zeit) steht ein nettes Mädchen in schickem Pink mit großer Wärmebox vor meiner Tür, drückt mir die Foodora-Tüte in die Hand und wünscht mir guten Appetit. Hier sollte man darauf achten, trotz bereits erfolgter Zahlung den Kurieren ein Trinkgeld zu geben, das könnte in dem Modell wohl zu kurz kommen.

Dann zurück vor den Fernseh und das Essen ausgepackt. Natürlich, die wenig ansehnliche Einwegverpackung bleibt auch hier Bestandteil des Essens, man sollte die Gerichte nicht angerichtet wie im Restaurant erwarten. Geschmacklich sollte es aber das bekannte Niveau haben, und hier enttäuscht das House of India und somit Foodora nicht. Heiss, lecker und groß dimensioniert, das hätte auch für zwei gereicht. Vor allem, weil das „Green Chili Garlic Nan“ auch Todesbrot heißen könnte, so scharf ist das…aber das ist eine andere Geschichte.

img_0839_fotor

Auf jeden Fall überzeugt Foodora bei diesem Test auf voller Linie. Das Start Up, das aktuell in zehn Ländern rund um den Globus aktiv ist, hebt damit den beliebten Lieferservice auf eine neue Stufe und sollte auch in Mannheim schnell Fans finden. Wenn man denn bereit ist, etwas mehr für deutlich besseres Essen zu bezahlen.

Schön dass Du da bist, Foodora!

 

Ein Kommentar
  1. Klingt ja echt gut, doch schon in Wallstadt werden keine Restaurants angezeigt. Und das ist nicht wirklich weit von der Innenstadt entfernt. Das ist übrigens auch der Grund weshalb die App so schlechte Bewertungen bekommt.

    Antworten
    1

Schreibe einen Kommentar