Es geht um die Wurst!

20
Mai
2015

Das Mannheimer Bandprojekt MONOMENT schaffte am Sonntag die Sensation: beim jährlichen Bratwurst-Song-Contest gewann das Duo in überragender Manier den ersten Platz.

„Moment! MONOMENT? MONOwer?“ werden Sie sich sicher fragen. Es lohnt sich, seinen musikalischen Horizont zu erweitern, denn das Mannheimer Bandprojekt MONOMENT liefert Erfolge in Serie wie mein Webergrill erstklassige Würstchen. Womit wir schon beim Thema wären:

Die Thüringer Bratwurst hat Tradition, 1404 fand sie erstmals schriftlich Erwähnung und ist seither nicht wegzudenkender Teil bierseliger Grillabende von Kiel bis München. Nicht ganz so lange wird jährlich im Thüringischen Bratwurstmuseum in Holzhausen der Bratwurst-Song-Contest ausgetragen. Dort treten meist lokal verwurzelte Kapellen unterschiedlichster Art mit eigens komponierten Werken gegeneinander an, geeint in der Absicht, die Bratwurst zu ehren. Selten bis nie greifen dort Musiker jenseits der thüringischen Bratwurstlinien nach dem Pokal, doch MONOMENT haben den Schritt gewagt mit ihrem erst zweiten Song „Wurst Is My Religion“ den Sängerwettstreit an historischer Stelle gewonnen – mit vollem Einsatz, wie das Video ihrer Liveperformance beweist:

Seine Musikkarriere startete MONOMEMT erst im Frühjahr 2014 – als Gegenentwurf zum sonst üblichen Weg. Die meisten Musiker hierzulande sind gesegnet mit jeder Menge Talent in der Sache, von Selbstvermarktung haben sie allerdings bestenfalls im Vorlesungsplan der Popakademie gehört. Bei den Designstudenten Maurice Fischer und Stefan Apfel der Hochschule Mannheim war es genau andersrum: für ein Hochschulprojekt sollte ein Musikvideo gedreht werden. So weit so gut, warum für viel Geld eine unbekannte Band engagieren? Stattdessen gründeten die beiden kurzerhand MONOMENT, schufen ihre Bühnen-Alter Egos Dr. Shred und Sgt. Turnpike und produzierten ihren ersten Song „We Make The Day To The Night And The Night To The Day“ – bei den Fans besser bekannt unter der Abkürzung „WMTDTTNATNTTD“, die einfach sofort im Gedächtnis bleibt.

Und so nahm die Geschichte ihren Lauf, heute vereint MONOMENT fast 300 treue Fans auf seiner Facebookseite, und bespielte schon zwei Mal die jährliche Werkschau der Fakultät für Gestaltung im Kunstverein Mannheim – und blickt bereits heute optimistisch in die Zukunft, denn 2016 bahnt sich Großes an: dann spielen die beiden Electro-Rocker auf dem Erfurter Domplatz zur Eröffnung der Grillsaison, zur besten Sendezeit auf der großen Bühne – der Lohn für den Sieg beim Bratwurst-Song-Contest.

So kann es gehen, oder um es mit Albert Einsteins, dem Dr. Shred verblüffend ähnelt, Worten zu sagen: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie“. Punkt.

Einfach MONOMENTAL!

Monomentale Links:

Artikel zum Bratwurst-Song-Content in der Thüringer Allgemeinen

Kurzbeitrag bei MDR Jump zum Sieg von MONOMENT

Facebookseite „MONOMENT: LIVE IN STEREO“

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