VIU Eyewear – Durchblick aus dem 3D-Drucker

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Nachhaltigkeit, Individualität, Qualität & Design: VIU Eyewear geht mit anspruchsvollen Brillen zu attraktiven Preisen erfolgreich neue Wege – auch in Mannheim.

Brillen sind ein Megatrend seit geraumer Zeit, keine Frage. Die olle Sehhilfe früherer Tage ist zu einem hippen Accessoire geworden, und selbst viele Menschen ohne Sehbeeinträchtigung tragen Brillengestelle mit Fensterglas durch die Gegend – wovon man halten kann, was man will.
Ich selbst leide seit Kindertagen an einer Sehschwäche, die sich nun, mit weit über 30 und stetiger Arbeit am Computer, wieder deutlicher bemerkbar macht. Auf der langen Suche nach einer neuen Brille bin ich durch Zufall auf VIU Eyewear aufmerksam geworden – oder besser aufmerksam gemacht worden. Zum Glück, denn nun, nach drei Monaten intensivem Testen kann ich sagen: ich habe meine perfekte Brille gefunden.

Angefangen hat alles mit einer Pressemail, dass man in Mannheim einen neuen Store eröffne. Zugegeben, das waren zu Beginn keine „Breaking News“, ein weiterer Brillenladen beim Überfliegen nicht die Neuerfindung des Rades. Als einige Wochen später eine zweite Mail eintrudelte, die sich ausschließlich mit den im 3D-Drucker produzierten Brillenmodellen beschäftigte, wurde ich hellhörig. Während ich für meine körperlichen Ausmaße und die damit verbundenen Einschränkungen beim Kleidungskauf selbst verantwortlich bin, darf ich Schuhgröße 47 und eine Hutgröße von 66 guten Gewissens als gottgegeben bezeichnen. Das ändert nur leider nichts daran, dass eben auch das Finden der richtigen Brille für mich eine seit Jahren erfolglose Suche war – was nicht zuletzt daran liegt, dass ich wohl recht hohe Ansprüche an Design habe, auch wenn das Angebot aus den beschriebenen Gründen eingeschränkt für mich ist.

Doch kann kam VIU. Die Webseite (samt Onlineshop) zeigt stylische, zeitgemäße Brillenmodelle ganz unterschiedlicher Stilrichtungen, doch mein Augenmerk lag von Beginn an auf den Modellen aus dem 3D-Drucker. Die sogenannte ARCHETYPES COLLECTION umfasst momentan fünf Modelle in vier verschiedenen Farbvarianten. Sie alle haben gemeinsam, dass Sie aus superleichtem Polyamid-Staub im 3D-Drucker entstehen. Das hat gleich mehrere Vorteile: das Material ist äußerst flexibel und leicht, gleichzeitig entsteht bei der Produktion quasi kein Verschnitt oder sonstiger Müll. Und – der für mich wichtigste – Punkt: die Brillen aus dem 3D-Drucker werden indiviuell angepasst und produziert, nach den Maßen des eigenen Gesichts. Doch dazu später mehr.

Generell tritt VIU als Hersteller und Verkäufer auf. Design und Gläser kommen aus der Schweiz, wo fünf junge Freunde die Firma 2013 gründeten, die Gestelle entstehen in Handarbeit in Italien und Japan.
Dieser Umstand macht es VIU möglich, die Brillen zu äußerst fairen Konditionen anzubieten. Samt Markengläsern und Versand kosten die Modelle ab 165,00 Euro, die Modelle aus dem 3D-Drucker beginnen bei 295,00 Euro inklusive passendem Glas. Wer sich je mit hochwertigen Brillen und Gläsern beschäftigt hat, weiß meist, wie schnell da ein paar hundert oder tausend Euro weg sind – insofern erfreut die Preispolitik von VIU Eyewear.

Die Brillen tragen traditionell ganz besondere Namen: The Sharp, The Pride, The Explorer, The Focused, The Connaisseur, The Metropolitan, The Diva – Namen, die man sich sicherlich besser merken kann als „NMB9904Blue“, und ein Statement ist damit gleich auch gesetzt.
Ein Statement setzten auch die sogenannten Flaghipstores von VIU, 15 davon gibt es derzeit in Deutschland, unter anderem auch in Karlsruhe, Frankfurt, Heidelberg und seit Ende letzten Jahres eben auch Mannheim. In P7 gibt die große Glasfront den Blick frei auf die meist hellen, aufgeräumten und clean gehaltenen Stores. Der Fokus liegt ganz klar auf den sortiert und prominent dargestellten Brillenmodellen, außer zwei Tischen sucht man weiteres Interieur vergeblich. Ich fühle mich direkt an das Konzept der Apple Stores erinnert, was sicher keine schlechte Assoziation ist, ob gewollt oder nicht. Das weitestgehend einheitliche Store Design hat einen weiteren Vorteil: Wiedererkennung. In Leipzig und München habe die Läden beim Bummel direkt entdeckt und ihnen einen Besuch abgestattet.

Zurück in Mannheim. Ich habe einen Termin mit Alexandra, Augenoptikermeisterin vor Ort, zum Sehtest. Nach längerer Zeit ohne Brille galt es erstmal, meine Sehwerte zu bestimmen, was bei VIU zum kostenlosen Service gehört. Auf dem Weg in den ersten Stock entdecke ich lokale Bildkunst, die die Wände ziert – was in den meisten Städten der Fall ist.
Danach geht es ans eigentliche „Werk“, die Wahl meiner neuen Brille. Mein Blick fiel von Anfang an auf das Modell „The Leader“. Jetzt würde ich gerne erzählen, es wäre Ausdruck meines Wesens und großartiger Führungsqualitäten, doch in Wahrheit ist es einfach das Modell, das mir auf meiner Nase am besten gefällt – in mattem Aschgrau.
Und so nimmt Alexandra meine Bestellung entgegen, mittels iPad-App und Mustermodellen wird mein Gesicht vermessen und für alle Teile die exakte Größe bestimmt. Hier erfahre ich auch, dass gegenwärtig noch nicht alles „vollflexibel“ ist bei der 3D-Druck-Konfiguration. Das wäre technisch zwar machbar, aber preislich völlig unattraktiv. Deswegen die fünf Modelle in vier Farben, samt der Möglichkeit, die Farbe der Scharniere selbst zu wählen und optional eine Gravur vornehmen zu lassen. Da kommt aber in Zukunft mehr, wie man mir versichert. Und auch gibt es nicht „die Brille zum direkten Mitnehmen“, wie man fälschlicherweise vielleicht beim Gedanken an 3D-Druck annehmen könnte. Das machen die anzupassenden Gläser, aber auch das Montieren und Veredeln unmöglich – ein bisschen Geduld ist also auch hier gefragt.

Gut zwei Wochen später kann ich meine Brille dann im Store abholen, wahlweise hätte ich sie mir natürlich auch kostenfrei nach Hause schicken lassen können, aber vor Ort nimmt Alexandra mit mir die letzten Anpassungen vor, was sicher bei vielen nochmal hilft, den perfekten Sitz zu gewährleisten.
Heute, gut drei Monate später freue ich mich über meine „neue“ Brille wie am ersten Tag. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Robustheit enorm, dazu macht das geringe Gewicht der Brille es äußerst angenehm, diese den ganzen Tag zu tragen. Die maximal entspiegelten, dünnen Gläser fallen kaum auf – vor allem, wenn man sie sauber hält.
Nach ausgiebigem Testen kann ich also voller Überzeugung sagen, dass VIU Eyewear nicht nur ein ansprechender Brillenladen mit tollen Modellen und fairen Preisen ist, sondern vor allem auch für mich aus einem wirklich nervigen Problem Geschichte gemacht hat.

Und so werde ich mich wohl, sobald der Winter endlich Reißaus genommen hat, mit dem Thema „Sonnenbrille“ beschäftigen – alle Modelle gibt es mit und ohne Korrektur als solche, und auch die Herzdame des Hauses hat ebenfalls schon nach mehrmaliger Probe Interesse an „The Diva“ angemeldet. Doch auch in diesem Fall: bitte keine Rückschlüsse auf die Protagonistin 😉


FAKTEN:

VIU EYEWEAR
P7,1
68161 Mannheim
0621 – 37909102
Webseite samt Onlineshop von VIU EYEWEAR
Facebookseite von VIU EYEWEAR
Instagram-Profil vom VIU EYEWEAR

Fotos: Nikola Popovic / BLIM – Agentur für Digitales Marketing & Kommunikation

2 Antworten zu „VIU Eyewear – Durchblick aus dem 3D-Drucker“

  1. Avatar von Marco
    Marco

    Hi, klingt erstmal sehr interessant. Was hast du letzten Endes für deine komplette Brille bezahlt? Und wie stark kurzsichtig bist du? ? Mich stört es ein wenig, dass der Sehtest am Computer vorgenommen wird. Finde es besser, wenn man sich da auch Zeit nimmt. Klar – die Beratung kann ich nicht beurteilen, aber insgesamt wirkt es dadurch leider wie eine Bandabfertigung, die man versucht mit edlen Designs zu vertuschen, die auch nicht gerade neu sind von den Formen her. Bekannte Marken haben diese Designs schließlich eingeführt. Insgesamt finde ich die Idee aber echt interessant und der Laden sieht schon echt chic aus. Bin gespannt auf deine Antworten zu meinen eingangs gestellten Fragen 🙂
    LG

  2. Avatar von Maximilian (Mannheimat)
    Maximilian (Mannheimat)

    Hallo Marco,
    es wird doch ein ganz normaler Sehtest gemacht, also mit variablen Gläsern vor Deinen Augen, AB-Tests und den klassischen Buchstaben an der Wand – das geben die Bilder vielleicht nicht so her. Das dauert auch – wie man es kennt – ein wenig. Ich selbst habe wenig Kurzsichtigkeit, sondern eine Hornhautverkrümmung. Meine Brille schlug in dem Setup mit maximal entspiegelten Gläsern mit 320 Euro zu buche.

    Zu den Designs: ich kann nicht beurteilen, wer welches Design wo zum ersten Mal vorgestellt hat. Ich kann aber sagen, dass ich im Vergleich zu vielen Optikern die Designs hier deutlich zeitgemäßer finde – was natürlich auch nicht für jeden das Richtige ist.
    Von Bandabfertigung kann aber wirklich keine Rede sein, ich war mehr als eine Stunde vor Ort mit Sehtest, Brillen anschauen, Bestellung und so.
    Ich sehe es eher so: hier ist Hersteller und Verkäufer die gleiche Person, das heißt es werden Zwischenhändler „gespart“, was sich im Preis deutlich bemerkbar macht, aber nicht im Service. Im Gegenteil: war mit meiner Brille in Leipzig (anderer Store), um sie nochmal justieren zu lassen, und bin mit Reinigung und frischem Putztuch wieder raus.

    Meine Freundin hat sich beim Optiker eine Brille machen lassen, die ohne Frage sehr gut ist, aber am Ende auch über 1000 Euro gekostet hat. Da ist doch klar, dass der Preisunterschied nicht im Service oder der Qualität begründet liegt, sondern in der Marge aufs Gestell und den Zwischenhändlern. Das soll keine Kritik sein – jeder wie er möchte – nur ich finde den Ansatz von VIU sehr cool, auch wenn mir dort von den vordefinierten Modellen genau wie beim Optiker leider viel zu wenige passen 😉

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